Nachdem sich die Lübecker Jusos thematisch mit der Organspende beschäftigt und einen eigenen Antrag auf dem Kreisparteitag der SPD gestellt hatten,informierten sie am Samstag,dem Tag der Organspende,viele Lübecker und einige Touristen aus Deutschland und der restlichen Welt. Mit Informationsmaterial und hunderten Spenderausweisen kamen die Jusos ins Gespräch mit den Menschen. “Am Wichtigsten ist,dass die Menschen aufgeklärt werden”sagt Julian Muhs,stellvertretender Vorsitzender der Jusos Lübeck. Die momentane Rechtslage besagt,dass zu Lebenzeiten eine Zusage der potentiellen Spenderin oder des potentiellen Spenders vorliegen muss,oder aber Angehörige über eine Organspende entscheiden sollen. Dies kann zu ungewollten Gewissenskonflikten führen. “Wir mussten heute die Erfahrung machen,dass sehr viele Menschen der Organspende positiv gegenüberstehen,aber nur wenige einen Ausweis haben. Das ist unbefriedigend und sollte geändert werden,unter anderem deshalb haben wir heute versucht die Menschen aufzuklären” meint Maik Pretzlaff.
“Gefreut haben wir uns dabei besonders darüber,dass es viel Zuspruch für den sozialdemokratischen Vorschlag,eine Entscheidungslösung einzuführen gab. Dabei handelt es sich um die mindestens einmalige Befragung,bei der Bürgerinnen und Bürger einmal im Leben verbindlich angeben müssten,ob sie Organe spenden möchten.”,so Pretzlaff weiter. Bei besonders schönem Wetter konnten hunderte Ausweise verteilt werden. “Das hat sich gelohnt,ich hoffe,wir haben etwas erreicht”sagt Julia Lengen,stellvertretende Vorsitzende der Jusos.
Tausende Menschen in Deutschland warten auf lebensrettende Organe. Bis eine Einigung über eine Neuregelung des Verfahrens gefunden ist,sind wir aber auf Ihr Engagement angewiesen.
Weitere Informationen unter: www.organspende-info.de.

